Pendlersnack: die klassische Kartoffelsuppe in der Thermoskanne

Wie ihr ja sicher schon gemerkt habt, hat sich der Herbst still und heimlich angeschlichen und hat nasskaltes Wetter mitgebracht. Während wir vor ein paar Monaten noch eine kalte Gurken-Melonen-Suppe als Pendlersnack dabei hatten, bevorzugen wir nun doch lieber eine warme Suppe. Als einfach, schnell zubereitet und energiereich lässt sich die klassische Kartoffelsuppe beschreiben, die ich am (Wahl-)Sonntag für mich und euch gekocht habe.

Die Idee, Kartoffelsuppe zu kochen, kam übrigens nicht von ungefähr, sondern von einem Mittagessen in der MDR-Kantine in Halle (ein Lob an die Köche!), bei dem es eine einfache pürierte Kartoffelsuppe (wahlweise mit Würstchen) garniert mit frischem Koriander gab (der passte wirklich sehr gut!). Beim Versuch, dieses Wohlfühlessen für kalte Tage zu Hause nachzumachen, hielt ich mich größtenteils an dieses Rezept von Chefkoch, das gute Bewertungen hat und von Haus aus vegan ist.

Die Zutaten für ca. 6 Portionen:

  • 1 Zwiebel
  • 1 Bund Suppengrün (bzw. 400g Möhren, 150g Sellerie, 150g Lauch, etwas Petersilie)
  • 800g Kartoffeln
  • 1 EL Rapsöl
  • 1 1/2 Liter Gemüsebrühe (entspricht 6TL Gemüsebrühenpulver)
  • Gewürze und getrocknete Kräuter, z.B.: Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Majoran, Kümmel, Koriander, Piment, Lorbeerblätter, Liebstöckel/Maggikraut
  • optional: 1 Packung Sojamilch
  • optional: (vegane) Würstchen, Speck, Räuchertofu

Zutaten Kartoffelsuppe

Nun kommt der spaßige Teil: bewaffnet euch mit einem Sparschäler, Gemüsemesser, Brettchen, einer Schüssel für die Gemüsewürfel und einer weiteren für die Schalenabfälle und macht es euch am Küchentisch bequem. Ich persönlich liebe ja an Suppe, dass man eigentlich nur alles klein würfeln und eine Weile kochen muss und, dass man dabei je nach Lust und Laune die Zutaten variieren kann. Das Gemüseschnippeln ist für mich wirklich eine regelrecht meditative Tätigkeit und ich liebe es auch, nebenbei Youtube-Talkvideos oder Podcasts zu hören. Es ist allerdings nicht so ratsam, nebenbei eine Serie schauen zu wollen, denn wenn man nicht auf seine Hände schaut, kann man sich leider schnell schneiden. Ich spreche aus Erfahrung. 😉

kleingeschnittenes Suppengemüse

Nachdem ihr das Suppengemüse und die Zwiebel sowie die Kartoffeln nun gewürfelt habt, kommt ersteres in euren Suppenkochtopf mit heißem Öl und wird ein paar Minuten lang unter Rühren angebraten; dann kommen auch die Kartoffeln hinzu. Kocht 1 1/2 Liter Wasser im Wasserkocher und gebt es mit den 6 Löffeln Gemüsebrühepulver in den Topf. Nun heißt es: Deckel drauf und warten. Nach 10-15 Minuten könnt ihr mal die Kartoffelstücke mit einer Gabel pieksen und sehen, ob sie schon weich sind. Der Suppe macht es aber auch nichts aus, wenn ihr sie 20 oder 25 Minuten lang kocht.

Suppenkochtopf

Nun habt ihr die Wahl: stückig lassen oder pürieren? Ich habe mich für Pürieren entschieden und dies mit meinem Stabmixer erledigt. Erst, als meine Suppe eine homogene Masse war, habe ich mich ans Würzen gewagt (hätte ich sie stückig lassen wollen, hätte ich die Gewürze schon vor dem Kochen dazugegeben, damit das Gemüse sich mit der Würze vollsaugt). Ich habe die Suppe mit Salz, Pfeffer, Koriander, Muskatnuss, Kümmel und Majoran abgeschmeckt, aber ihr könnt auch andere Gewürze eurer Wahl nehmen. Außerdem habe ich eine Packung Sojasahne in meine Kartoffelsuppe gegeben, die ihr natürlich weglassen oder durch saure Sahne ersetzen könnt. Die Suppe ist wirklich auch ohne Sahne schön sämig und cremig, deswegen braucht man eigentlich keine Sahne.

fertige Kartoffelsuppe

Im letzten Schritt geht es ans Topping: Ich habe mir Räuchertofu in kleine Würfel geschnitten und diese in etwas Öl angebraten, dann mit Sojasauce abgelöscht und mit einer Grillgewürzmischung gewürzt. Ihr könnt natürlich auch Speck anbraten oder (vegane) Würstchen in der Suppe mitgaren lassen. Frische Petersilie oder frischer Koriander sind auch ein super Topping. Und wenn ihr gerne etwas Knackiges haben wollt, röstet doch ein paar Sonnenblumenkerne an und karamellisiert sie mit Zucker oder Agavendicksaft. Flüssige Maggiwürze ist auch ein Klassiker, um deftige Suppen aufzupeppen.

angebratener Räuchertofu

Um die Suppe pendlertauglich zu machen, muss sie nur in eine Thermoskanne abgefüllt werden. Der Profi-Tipp ist, erst heißes Wasser für zwei Minuten in die Kanne zu füllen und dann erst die heiße Suppe einzufüllen. Die Suppe war in meiner Thermoskanne nach 5 Stunden lang noch gefährlich heiß – ein gutes Zeichen für Pendler. 😉 Falls eure Thermoskanne einen Ausgießer im Deckel hat, würde ich euch allerdings nicht empfehlen, den für dickflüssige Suppe zu benutzen, sondern zum Ausgießen immer den Deckel abzuschrauben.

Kartoffelsuppe in der Thermoskanne

Probiert es aus und schreibt mir, wie ihr eure Suppe verfeinert habt!

Schlürfende Grüße und einen guten Start in die neue Woche

eure Chrissi

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s