Praktische Life-Hacks für den flotten Pendlermorgen

Das Pendlerdasein hat leider so einige Schattenseiten. Am deutlichsten fällt natürlich auf, dass man im Gegensatz zu den in Arbeitsnähe wohnenden Kollegen/Kommilitonen früher aus dem Haus, und damit wohl auch früher aufstehen muss. Damit ihr entspannt statt gestresst euren Pendlermorgen beginnt, habe ich 10 Life-Hacks für eine schnelle Morgenroutine zusammengestellt.

1. Schon vor dem Schlafengehen ans Frühstück denken

Egal, ob ihr zu Hause oder unterwegs frühstückt: Ihr könnt euch eure Snacks schon am Vorabend zubereiten und sie über Nacht im Kühlschrank frischhalten. Ein paar kleine Inspirationen bieten unsere Rezepte für Brotaufstriche, Overnight Oats oder Müsliriegel. Wenn ihr gerne Cornflakes esst, könnt ihr die auch schon vor dem Schlafengehen in eine Schüssel geben und auf den Küchentisch stellen – so fehlt am nächsten Morgen nur noch die Milch. Es gibt auch Leute, die darauf schwören, die Zutaten für ihren morgendlichen Smoothie geschält und geschnitten in einen Gefrierbeutel zu füllen und dann am nächsten Morgen mit Milch oder Wasser frisch zu mixen – erfrischend!

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2. „Ohne meinen Kaffee/schwarzen Tee/Matchalatte kann ich nicht arbeiten!“

Ertappt – ohne Kaffee bin ich persönlich kein ganzer Mensch. Ich würde direkt beim Pendeln und dann im Seminar noch mal einschlafen. Zum Glück gibt es auch hier Hacks, mit denen ihr auch an stressigen Morgen auf euer Lebenselixir nicht verzichten müsst. Zum einen könnt ihr euch auch hier nach „mise en place“-Manier alles hinstellen, was ihr braucht. Das bedeutet konkret: Kaffeefilter, -pulver und Wasser in die Maschine (ggf. Zucker in die Tasse) und dann am Morgen einfach mit einem Click anstellen. Oder alternativ den Teebeutel und Zucker in die Tasse und dann früh nur noch heißes Wasser hinzugießen. Wenn es wirklich mal zu knapp wird, bis zum Abkühlen der Getränke zu warten, füllt sie einfach in eine Thermoskanne und genießt euer Frühstück im Zug – dann habt ihr wenigstens gleich eine sinnvolle Beschäftigung für die Fahrt.

Kaffee

3. Outfits vorbereiten und festhalten

Ihr kennt sicherlich diese plötzlich einsetzende Panik, die dann aufkommt, wenn ihr eh schon spät dran seid, aber euer verschlafenes Gehirn dann noch damit überfordert ist, spontan ein gutes Outfit für den Tag auszuwählen. Dabei muss so viel Stress doch gar nicht sein: Mit einer guten Wetterapp oder Wetterseite (wir haben euch auf unserer Startseite Klamottenwetter verlinkt) wisst ihr bereits am Vorabend, wie warm/kalt/regnerisch es wird und könnt euch in Ruhe ein Outfit zusammenstellen und rauslegen. So heißt es am nächsten Morgen: Nicht denken, nur anziehen! Und darüber hinaus gibt es einen einfachen Trick für entscheidungsunfreudige Morgen á la „Ich hab‘ nichts anzuziehen“: Fotografiert euch einfach immer dann, wenn euch durch Planung oder durch Zufall ein perfektes Outfit anhabt und erstellt ein neues Album für diese Bilder, die euch dann inspirieren werden, wenn morgens der Kopf noch nicht ganz wach ist. 😉

Reiseoutfit für Budapest

4. Haare mit Trockenshampoo auffrischen oder geschickt verstecken

Der Worst-Case ist natürlich, wenn ihr aufwacht und eure Haare so aussehen, als hättet ihr sie über Nacht in Olivenöl mariniert. Wenn ihr, so wie ich, lange Haare habt, ist es eher unrealistisch, die Abfolge „spülen – shampoonieren – spülen – shampoonieren – spülen – Haarkur auftragen und einwirken lassen – spülen“ unter Zeitdruck zu schaffen und sie dann auch noch die Haare zu trocknen. In solch einem Fall kann Trockenshampoo wahre Wunder wirken: einfach auf den Haaransatz sprühen, kurz einwirken lassen, die Haare mit einem Handtuch kurz frottieren und dann bürsten. Nichts einfacher als das. Zusätzlich könnt ihr eure Haarpracht zum Beispiel in einem Zopf verstecken und mit einem Kopftuch/Haarband umwickeln und das Haarchaos so  – auf stylische Art und Weise – etwas verstecken. Ein Hut oder eine Mütze kann auch einen Bad-Hair-Day kaschieren. 😉

Mädchen mit Hut

Wenn ihr gerne mal Wellen oder Locken in euren Haaren tragt, aber früh nicht erst euren Lockenstab auspacken wollt, findet ihr bestimmt ein gutes YouTube-Tutorial für Wellen/Locken ohne Hitze. Am Abend müsst ihr dann zwar flechten oder eindrehen, aber das lässt sich ja mit gemütlichem Fernsehen verbinden. Und am nächsten Morgen werdet ihr dann mit einer außergewöhnlichen Frisur belohnt, ganz ohne euer Haar mit Hitze geschädigt zu haben.

5. Das schnellste Ganzkörperworkout der Welt

Ich beneide ja wirklich diese Menschen, die sich direkt nach dem Aufstehen wie selbstverständlich ihre Trainingsschuhe anziehen und erst mal eine Runde joggen gehen… wie soll das funktionieren, so ganz ohne Energie vom Frühstück?! Ich bin da doch eher der Typ für ein kurzes, aber knackiges morgendliches Workout. Zum Glück haben sich schlaue Leute das 7-Minuten-Workout ausgedacht, das dank zwölf Übungen mit hoher Intensität und minimalen Pausen auch in so kurzer Zeit den Herzschlag in die Höhe treibt. Ich habe es bereits mehrmals ausprobiert und sollte wirklich mal versuchen, eine Gewohnheit draus zu machen. Nach diesem Workout ist man garantiert wacher und kann außerdem mit einem Glücksgefühl in den Tag starten, weil man etwas für seine Fitness getan hat und es nicht auf den Abend verschoben hat.

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6. Positive Gedanken durch Meditation

Weitere Glücksgefühle könnt ihr morgens beim Meditieren generieren. Denn ein schneller Morgen muss nicht stressig sein und außerdem: Wer will schon mit Ängsten und lauter negativen Gedanken in den Tag starten, wenn man doch einfach entspannt und unvoreingenommen seinen Tag beginnen könnte?! Miriam vom Blog Glückssorbet hat vor kurzem die App 7Mind ausprobiert und zum Teil sogar beim Pendeln meditiert. Wenn ihr euren Morgen gut und entspannt startet, geht ihr gleich mit einer ganz anderen Einstellung an den Tag heran. Also nehmt doch in eure Morgenroutine möglichst viele Dinge auf, durch die ihr euch direkt ausgeglichen und produktiv fühlen könnt.

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7. Social Media und Mails für später aufheben

Ich weiß, es ist verlockend, direkt nach dem ersten Augenaufschlagen euer Smartphone in die Hand zu nehmen und durch Facebook oder Instagram zu scrollen und derweil noch etwas im Bett liegenzubleiben. Aber jetzt mal ehrlich: erstens vergisst man dadurch schnell mal die Zeit und gerät dann in Hektik und zweitens stößt man oft auf Krisennachrichten oder perfekten Urlaubsbildern der anderen und kann so seinen eigenen Morgen gar nicht genießen. Ich würdige daher mein Handy bis nach dem Duschen und Anziehen keines Blickes. Wenn ich das dringende Bedürfnis habe, kann ich immer noch während des Frühstücks die Headlines der Nachrichten überfliegen oder während ich mich schminke die Instastories meiner abonnierten Kanäle durchlaufen lassen. Auch hier besteht natürlich die Gefahr, doch zu lange aufs Handy zu schauen und dann die Zeit zu vergessen. Daher müsst ihr euch in diesem Punkt einfach selbst beobachten und bewerten, ob euch Social Media morgens eher ablenkt oder ob ihr eure Limits einhaltet bzw. super multitasken könnt.

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Mails beantworten, mich bei Freunden melden oder Termine für den Tag managen verschiebe ich immer auf meine Pendlerzugfahrt. So kann ich die Fahrt nutzen, um diese kleinen Dinge abzuarbeiten und muss nach der Ankunft nicht noch tausend To-Dos im Hinterkopf behalten.

8. To-do-Liste und Packliste am Vorabend schreiben

Für mich gibt es nichts Schlimmeres, als Morgens aufzuwachen und als ersten Gedanken zu haben: „Mist, ich muss so viel erledigen! Was war das noch mal alles und wo fange ich an?!“. Besonders in den Semesterferien, wenn ich eine weniger klare Zeitstruktur aber nicht unbedingt weniger zu tun habe, kann mein müder Kopf morgens schnell mal überfordert sein, was auch schon einige Male dazu geführt hat, dass ich mir die Decke wieder über den Kopf gezogen und den Tagesbeginn einfach auf später verschoben habe. Doch ich habe eine Lösung für mich gefunden: direkt abends vor dem Schlafengehen eine To-do-Liste für den nächsten Tag schreiben. Das ist zum einen ein perfekter Braindump, der euch ruhiger einschlafen lässt, und zum anderen eine tolle Vorbereitung für verwirrte Morgenbrains, die dann einfach nur die Liste vom Nachttischschränkchen nehmen und überfliegen müssen.

To-do-Liste

Ich habe mir schon Listen mit einem komplett durchgetakteten Zeitplan gemacht, der aber dann auch schnell durcheinandergeraten kann, wenn eines der Elemente mehr Zeit benötigt oder wegfällt. Besser finde ich darum Prioritätenlisten, die danach geordnet sind, was auf jeden Fall erledigt werden muss und was noch nicht so dringend ist. Dabei ist es ratsam, die wichtigsten und kognitiv anstrengendsten Tätigkeiten direkt an den Anfang der Liste zu setzen, damit man diese schnell aus dem Weg räumen kann und sie nicht aus Zeit- oder Produktivitätsmangel wieder auf den nächsten Tag verschiebt.

Auch Packlisten bewähren sich bei mir regelmäßig – sei es, wenn ich übers Wochenende wegfahre oder auch nur, wenn ich nach der Uni Bücher in der Bib abgeben und dann zum Sportkurs will. Eine kleine Liste hilft mir, im Eifer des morgendlichen Gefechts nichts Wichtiges zu vergessen und es dann später zu bereuen. Besonders effizient ist es natürlich, am Vorabend direkt alles in die Tasche zu packen, die man dann am nächsten Tag nur noch nehmen muss. 😉

9. Aufstehen statt Snoozen

Es ist wirklich verlockend, morgens noch liegen zu bleiben und einige Male die Snooze-Taste des Weckers zu drücken. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich dies nicht tue. Wenn ihr aber daran arbeiten wollt, möglichst nicht zu snoozen sondern nach dem ersten Weckerklingeln direkt aufzustehen, habe ich auch dafür ein paar Tipps. Stellt euren Wecker nicht direkt neben das Bett, sondern auf die Fensterbank oder euren Schreibtisch, sodass ihr zwangsläufig aufstehen müsst, wenn ihr nicht ewig das nervige Piepsen ertragen wollt. Neben den Wecker stellt ihr euch am besten ein Glas voll Wasser mit einem Spritzer Zitrone: das hydriert euren Körper, ist gesund und der leicht saure Geschmack erfrischt euch direkt. Wenn ihr dann noch direkt die Vorhänge öffnet und schnell euer Bett macht, ist es gleich weniger verlockend, sich noch einmal hinzulegen, sondern ihr könnt stattdessen euren Morgen beginnen und die Snoozetaste links liegen lassen.

Wasser mit Limetten und Minze

10. Findet den perfekten Rhythmus eurer Morgenroutine

Gerade für Morgenmuffel ist es perfekt, wenn sie morgens eine einfache (Küchen-)Routine haben, statt über jeden kleinen Schritt nachdenken zu müssen. Bei mir sieht das so aus: Toast in den Toaster stecken – Kaffee vorbereiten – Toast schmieren und essen – den trinkfertigen Kaffee trinken. So werden alle Dinge nacheinander fertig und ich habe keine entstehenden Wartezeiten, sondern immer etwas zu tun. Den Kaffee nehme ich mir dann oft mit ins Bad, wenn ich mich schminke und nippe ihn zwischendurch. Wenn es dann einer der Tage ist, an denen ich Trockenshampoo benutzen muss, nutze ich die Einwirkzeit immer zum Zähneputzen und kann dann nach den obligatorischen drei Minuten meine Haare frottieren und bürsten. Genial, oder?!

Makeup-Utensilien

Zum Schluss noch ein Tipp für alle Leute, die morgens gerne Musikhören, aber auch oft die Zeit vergessen und dann zum Beispiel zu lange Duschen: Erstellt euch eine Happy-Playlist mit euren liebsten Songs und gebt jedem Song eine feste Zeit: ein Song zum Duschen, ein Song zum Zähneputzen und höchstwahrscheinlich zwei bis drei Songs zum Schminken. So wisst ihr immer, wann ihr zur nächsten Tätigkeit wechseln solltet und geratet nicht ins Trödeln. Und scheut euch nicht, beim Duschen mitzusingen oder beim Zähneputzen mitzutanzen – es ist euer Morgen und bei aller Effizienz solltet ihr euren Tag glücklich und nicht gestresst starten.

Ich hoffe, einige dieser Tipps waren euch neu und können euch helfen, euren Pendlermorgen so zu gestalten, dass ihr nicht nur die Pendelzeit, sondern auch die Zeit davor mit effektiven und glücklichmachenden Tätigkeiten füllen könnt. Welche Tipps und Tricks könnt ihr uns noch für einen tollen Pendlermorgen  verraten?

Liebe Grüße und #mindthemorninggap

eure Chrissi

2 Gedanken zu “Praktische Life-Hacks für den flotten Pendlermorgen

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