Pendlersnack: selbstgemachte Müsliriegel

Vielleicht geht es euch ja genau so wie mir: Ich stehe morgens auf, frühstücke, mache mich fertig und schon sitze ich in der Bahn, um zur Uni zu pendeln. Kaum dort angekommen, knurrt mein Magen schon wieder. Pendeln scheint also auch körperlich recht anstrengend zu sein! 😀 Was ist also als handlicher Energieschub für unterwegs geeignet? Ich sage: Müsliriegel, und zwar selbstgemachte!

Nachdem ich neulich schon ein Rezept für kalte Suppe to go ausprobiert habe, sollte es diesmal etwas süßes und energiereicheres sein. Bei unseren Freunden den Küchenchaoten, stieß ich auf das Rezept für Müsliriegel – laut ihrer Aussage eine traditionsreiche Überlieferung. 😉 Natürlich kann man Müsliriegel auch in jedem Supermarkt kaufen, aber es hat mehrere Vorteile, sie selbst zu machen:

  1. Ihr bestimmt, was rein kommt: Mögt ihr keine Rosinen oder Trockenfrüchte? – Lasst sie weg! Ernährt ihr euch vegan? – Nehmt Zartbitter- statt Vollmilchschokolade und Agavendicksaft oder Rübensirup statt Honig! Wollt ihr weniger Zucker essen? – gebt weniger in den Teig oder nehmt eure Lieblingsalternative!
  2. Mehr Essen statt unnützer Verpackung: Wenn ihr die Riegel im Supermarkt kauft, bekommt ihr meistens 6 Stück, separat in Plastik eingeschweißt und in einen Pappkarton verpackt. Ich finde das relativ unnötig, ressourcenverschwendend und außerdem unpraktisch für unterwegs, da man immer erst nach einem Mülleimer suchen muss und die im Zug außerdem echt winzig sind. Wenn ihr sie zu Hause selbst macht, habt ihr gleich ein ganzes Blech Müsliriegel (die halten sich auch so eine Weile) und könnt euch in einer Tupperdose oder Brötchentüte so viele mitnehmen, wie ihr unterwegs verspeisen wollt.
  3. Selbst kochen macht mehr Spaß als Kaufen, dauert nicht viel länger und ihr könnt danach bei euren Mitpendlern angeben! 😉

Das Rezept ist auch wirklich ganz einfach, das bekommt jeder hin. Die Zutaten sind auch nicht exotisch. Ganz im Gegenteil: die meisten habe ich mir bei meinem neu entdeckten Unverpackt-Laden direkt abgefüllt. Also schnell einen Handy-Screenshot machen und beim nächsten Einkauf daran denken:

die Zutaten für die Müsliriegel

  • 300 g Müsli (Basismüsli oder mit Trockenfrüchten und Nüssen)
  • 50 g Haferflocken
  • 3-4 EL Honig (alternativ Zuckerrübensirup oder Agavendicksaft)
  • 3 gehäufte EL Mehl
  • 1 Schuss Olivenöl (anderes Öl tut es sicher auch)
  • (optional Schokostreusel, Nüsse und Kerne, Kokosflocken, etc.)
  • (optional etwas Wasser)

die Müsliriegelzutaten abgewogen

Die Zubereitung erfolgt nach studentischem Niveau: einfach alle Zutaten in eine Schüssel geben und per Hand oder Küchenmaschine vermengen. Ich habe es mit den Händen verknetet – wurde zu einer ziemlich klebrigen Angelegenheit, erhöhte aber den Spaßfaktor und sorgte für weniger Abwasch. Leider wollten die Zutaten bei meiner Methode nicht wirklich gut zusammenhalten, das änderte sich aber schnell, als ich etwas Wasser dazugab (im Originalrezept nicht aufgeführt) und einfach tapfer weiterknetete.

Die Müsliriegel backen im Ofen

Danach habe ich die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gegeben und mit den Händen in eine rechteckige Form flachgedrückt. (Ja, ihr merkt schon, ich arbeite beim Kochen wirklich gern mit meinen – vorher gründlich gewaschenen – Händen. Wenn euch das nicht so behagt, könnt ihr natürlich gern Hilfsmittel wie Holzspachtel oder -brettchen zum Flachdrücken nehmen… kann ja nicht jeder so ein Food-Fetischist sein ;)) Das Blech muss dann bei 180°C in den Ofen (ich hab ihn vor dem Zutatenmischen vorgeheizt) und bleibt dort, bis sich die Müslimasse goldbraun färbt. Das waren bei mir ungefähr 15-20 Minuten.

Die Müsliriegel nach dem Kleinschneiden

Nachdem ihr das Blech herausgenommen habt, müsst ihr die Masse kurz etwas abkühlen lassen, sie dann mit einem Messer in Riegelgröße eurer Wahl schneiden (oder Müsliquadrate oder Müslidreiecke,…) und dann am besten zu Ende abkühlen lassen, bevor ihr sie verspeist! Wie ihr seht, habe ich mir aus der oben angegebenen Menge 18 Müsliriegel geschnitten.

Pendlertauglich? | Fazit

Ich kann den lieben Küchenchaoten nur nochmals für das Teilen dieses superguten Rezepts danken. Die Zubereitung ist einfach und lohnt sich, denn die Menge an Riegeln reicht für ein paar Tage und lässt sich gut mit Freunden teilen. Ich snacke sie zu Hause, im Zug oder in der Bib und freue mich immer, dass ich sie nicht erst aus einer überflüssigen Plastikhülle schälen muss. Das beste an diesem Rezept ist für mich die Individualisierbarkeit der Inhaltsstoffe. Ich werde die Riegel in Zukunft garantiert noch häufiger machen und etwas rumexperimentieren: Vollkornmehl statt Weizenmehl, eine Banane in den Teig als Bindemittel und alternative Süße, vielleicht etwas Zimt oder Vanille? Und auf jeden Fall werde ich die Müslimischung mit Crunchy-Müsli und Reispuffs erweitern, denn mein erster Versuch enthielt zum größten Teil Haferflocken und war deswegen noch nicht so knusprig, wie ich ihn gerne hätte.

Meine Müsliriegel in der Nahaufnahme

Schreibt mir doch in die Kommentare welche Extrazutaten ihr aussuchen würdet und verlinkt ein Bild auf Instagram (#knupsermindthegap), falls ihr das Rezept nachgemacht habt. Ich bin gespannt auf eure Variationen. Außerdem: Welche Rezepte kennt ihr, die zum Pendeln geeignet sind? Schreibt es mir und ich probiere sie aus.

Nun aber frohes Knuspern und #mindthegap

eure Chrissi

5 Gedanken zu “Pendlersnack: selbstgemachte Müsliriegel

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